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Oberbürgermeister Dr. Pascal Bader im Gespräch mit Menschen mit Behinderung

12.04.2022

Der Schirmherr hat das PauLe besucht und die Fragen von Vertretern des Lebenshilfe-Beirats beantwortet.

Gruppenfoto mit Schirmherr vorm PauLe
Gruppenfoto mit Schirmherr vorm PauLe
Was macht eigentlich ein Oberbürgermeister? Und warum geht es mit der Barrierefreiheit in der Stadt nur langsam voran? Kirchheims Oberbürgermeister Dr. Pascal Bader ließ sich kürzlich bereitwillig von Menschen mit Behinderung ausfragen. Er war zu Besuch im PauLe, dem Zentrum für Familie und Selbsthilfe der Lebenshilfe Kirchheim, dessen Schirmherr er ist.
 
Im PauLe werden Menschen mit Behinderung – Kinder wie Erwachsene – und ihre Familien unterstützt. Auch die Selbstvertretung ist eine wichtige Säule, und so waren neben den beiden Vorstandsvorsitzenden der Lebenshilfe Kirchheim auch einige Menschen mit Behinderung als Gesprächspartner des Oberbürgermeisters vor Ort. 

Sie stellten dem Schirmherrn die Angebote des PauLe vor: Markus Grözinger berichtete vom Wahlseminar im vergangenen Sommer, Anita Erdmann erklärte, dass sie und weitere Bewohner demnächst einen Erste-Hilfe-Kurs für Menschen mit Handicap besuchen werden. Und Nico Schwend erzählte begeistert davon, wie die Lebenshilfe durch die 72-Stunden-Aktion des BDKJ zu einem Gartenhäuschen kam: „Es war wunderbar.“
 
Bei den Bildungsangeboten im PauLe werden "alltägliche, wichtige Themen niveaugerecht in einfacher Sprache vermittelt“, erklärte Sabine Grandl vom PauLe-Team. Das Zentrum unterstützt zudem die Selbstvertretung von Menschen mit Behinderung. Ein anderer wichtiger Teil der Arbeit ist die Entlastung von Familien, die von Behinderung betroffen sind. Dazu gehört die Beratung, die oft schon vor der Geburt eines Kindes, wenn die entsprechende medizinische Diagnose feststeht, beginnt. Aber auch ganz Alltägliches wie eine inklusive Krabbelgruppe oder die Samstagsbetreuung für Kinder mit Behinderung und ihre Geschwister sind für diese Familien enorm wichtig. Denn sie können ihr Kind in der Regel nicht einfach kurz zu Bekannten oder zu einem Freund zum Spielen bringen.
 
Gut vorbereitet und ganz souverän befragten die Menschen mit Behinderung den OB. Seine Lieblingsfarbe konnte Aron Mosescu dank der Hinweise des OB sogar erraten. Pascal Bader erklärte, was ein Oberbürgermeister eigentlich so macht: Er bereitet zum Beispiel Themen für den Gemeinderat vor. Außerdem ging's um die Bushaltestelle Kruichling: „Könnte man da nicht ein Bänkle hinstellen und die Haltestelle überdachen?“ Die Frage, was die Stadt für Menschen mit Behinderung tun kann, beantwortete der OB mit dem Hinweis auf den Inklusionsplan, der im Herbst fertiggestellt wurde: „Jetzt müssen die Maßnahmen umgesetzt werden.“ Der zentrale Punkt sei, dass man bei allen Planungen die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung im Hinterkopf habe.
 
Passend zur Schirmherrschaft bekam der Oberbürgermeister einen Lebenshilfe-Schirm in Regenbogenfarben als Geschenk. Fast zwei Stunden dauerte der lebhafte Austausch. Am Ende sorgte die fröhliche Runde mit einer schlichten Frage dafür, dass der Gesprächsfaden zwischen der Lebenshilfe und dem Oberbürgermeister nicht abreißen wird: „Dürfen wir Sie auch mal im Rathaus besuchen?“ Das nahm der OB gerne auf – ein Termin für den Gegenbesuch soll vereinbart werden. 

Kontakt

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Renate Baiker

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