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"Im Mittelpunkt ihrer Arbeit standen immer die Kinder"

02.08.2021

Verena Blaschka hat 28 Jahre lang den inklusiven Carl-Weber-Kindergarten geleitet und geht jetzt in den Ruhestand. Wir danken sehr herzlich und wünschen Gesundheit, Glück und Muße.

Die Familien lagen ihr immer am Herzen - Verena Blaschka hat 28 Jahre lang den inklusiven Carl-Weber-Kindergarten geleitet und geht jetzt in den Ruhestand.
Die Familien lagen ihr immer am Herzen - Verena Blaschka hat 28 Jahre lang den inklusiven Carl-Weber-Kindergarten geleitet und geht jetzt in den Ruhestand.

Liebe Frau Blaschka,

Ihr Name ist eng mit dem Carl-Weber-Kindergarten verbunden. Seit 1993 – also fast drei Jahrzehnte lang – haben Sie mit Ihrer Arbeit, Ihrem Engagement und Ihrer Kompetenz den Kindergarten geprägt und weiterentwickelt. Sie haben mitgeholfen, ihn zu dem zu machen, was er heute ist: eine inklusive Kindertagesstätte, in die Kinder und auch die Eltern gerne kommen und sich angenommen, willkommen fühlen. Das ist auch mit Ihr großer Verdienst.

Stillstand gab es im Kindergarten der Lebenshilfe nie. Unser Kindergarten war immer – und ich bin sicher, das wird auch so bleiben – eine sich ständig weiter entwickelnde Einrichtung. Das Ziel war und ist die gemeinsame Erziehung von behinderten und nicht behinderten Kindern.

Liebe Frau Blaschka, Sie haben dabei immer den Eltern die Hand gereicht, sie mit ihren Kindern akzeptiert und ihnen die Unterstützung zukommen lassen, die sie brauchten. Eine Mutter drückte das so aus: „Ich habe das Gefühl, dass mein Sohn hier anerkannt und geschätzt wird. Das ist das Schönste überhaupt.“ 

Im Mittelpunkt Ihrer Arbeit standen die Kinder. Ihnen war wichtig, dass sie gefördert und unterstützt werden, damit sie entsprechend ihren jeweiligen Fähigkeiten und Bedürfnissen in einer sozialen Gemeinschaft leben können – unabhängig davon, ob sie behindert sind oder nicht. Dafür kämpften sie. 

Dazu gehörte für Sie auch, dass Sie offen waren für die Fragen und Probleme der Eltern. Für Eltern in einer besonderen Lebenssituation praktikable Lösungen zu finden und ihnen dadurch ihren Alltag zu erleichtern, sahen Sie als eine Ihrer wesentlichen Aufgaben. 

Genauso wichtig wie die Gespräche mit den Eltern und den Elternvertretern war es Ihnen die Mitarbeiterinnen bei der Entwicklung des Kindergartens mitzunehmen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich einzubringen. Aber nicht nur das, Sie setzen sich dafür ein, dass Ihre Mitarbeiterinnen gute Arbeitsbedingungen haben. 

2009 startete der Vorstand der Lebenshilfe zusammen mit Ihnen und den Mitarbeiterinnen die Weiterentwicklung des CWK. „Wir bauen für die Zukunft“ wurde das große Projekt in unserem Flyer genannt. Damit war nicht nur die Erweiterung des CWKs gemeint, sondern auch seine konzeptionelle Weiterentwicklung. 

Im Mai 2011 konnten wir dann den sanierten und erweiterten Carl-Weber-Kindergarten offiziell einweihen. Aber das war nicht alles. Nicht nur das Gebäude war zukunftsweisend gestaltet worden. Auch die Konzeption wurde wie geplant weiterentwickelt. Unsere Ganztagesbetreuung – bis dahin nur für Kinder mit einer Behinderung angeboten – konnte auf alle Kinder erweitert werden. Außerdem wurden Plätze für Kinder ab dem zweiten Lebensjahr ausgewiesen. Und schließlich wurden die Öffnungszeiten erweitert, was für Eltern, ganz besonders für die Mütter, wichtig und hilfreich ist. 

Schritt für Schritt hat sich die Lebenshilfe Kirchheim damit ihrem großen Ziel weiter genähert: der vollen Integration behinderter Menschen. Heute nennen wir das Inklusion. 

Dies alles, liebe Frau Blaschka, ist mit Ihrer Hilfe geschehen und hat sehr viel Zeit, Kraft und Engagement erfordert. Dafür danke ich Ihnen im Namen der Lebenshilfe Kirchheim recht herzlich. Sie haben maßgeblich dazu beigetragen, dass der Carl-Weber-Kindergarten eine bei Eltern und Kindern sehr geschätzte Kindertagesstätte ist. 

Die letzten Monate waren durch die Corona-Pandemie geprägt. Das stellte auch Sie und Ihr Team vor große Herausforderungen. Doch auch hier suchten und fanden Sie und Ihr Team praktikable Lösungen zur Entlastung der Eltern, was nicht immer einfach war. 

Für Ihren nun beginnenden „Un-Ruhestand“ wünsche ich Ihnen Gesundheit, Glück und Muße, endlich die Dinge zu tun, die Sie immer schon mal tun wollten. Ihre Arbeit und die konstruktiven Gespräche mit Ihnen werde ich immer in guter Erinnerung behalten.

Ihre Bärbel Kehl-Maurer

Kontakt

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Bärbel Kehl-Maurer

Vorstand - Vorsitzende

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